Pressemitteilung vom 11. November 2012
Die Stadtverordnetenversammlung Potsdam hat am vergangenen Mittwoch der Stadtverwaltung einen allgemeinen Prüfauftrag zum Schulessen erteilt. Dies ist einer erster, wichtiger Schritt, jedoch nicht ausreichend.
Die CDU Potsdam schlägt folgendes Vorgehen vor:
1. Die Stadtverwaltung sollte eine umfassende Befragung der Potsdamer Eltern und Schüler zur Schul- und Kita-Verpflegung durchführen.
2. Die Stadtverwaltung muss bisherige Qualitätsstandards überprüfen. Wenn zum Beispiel " frisches Obst" ein Ausschreibungs- und Qualitätsmerkmal ist, ist zu hinterfragen, was damit gemeint ist. Ist "frisches Obst" die importierte, kontaminierte Erdbeere aus China oder ein Werderaner Apfel? Auch " Regionalität" muss definiert werden.
3. Sodexo muss endlich vor den Eltern, Schülern und der Stadt Stellung nehmen und im direkten Gespräch darstellen, wie das Unternehmen in Zukunft agieren und für qualitativ hochwertiges Schul- und Kitaessen Sorge tragen will.
4. Die Stadt Potsdam sollte mit angrenzenden, landwirtschaftlich geprägten Landkreisen eine Regionalmarke gründen. Vorbild kann zum Beispiel die Regionalmarke "SooNahe" sein. Das Regionalbündnis vermarktet Lebensmittel aus der Region, um regionale Erzeuger zu stärken und dem Verbraucher Frische und regionale Qualität zu garantieren. Hiervon könnte auch die Schulversorgung profitieren.
Die Kreisvorsitzende der Potsdamer CDU, Katherina Reiche MdB, fordert die Stadt auf, eine Elternbefragung zum Thema „Schul- und Kitaessen“ durchzuführen. „Wir sollten die Eltern und Schüler befragen, ob sie eine Veränderung beim Schul- und Kitaessen wünschen, und Sodexo weiterhin als Lieferanten haben wollen,“ so Reiche.
Es ist an der Zeit, eine Diskussion darüber zu führen, welche Anforderungen wir an gesundes und qualitativ hochwertiges Schul- und Kitaessen stellen. Sowohl in Kommunen in Potsdam-Mittelmark, als auch in anderen Bundesländern ist eine Debatte darüber entbrannt, was uns ein gesundes Schulessen wert ist. Wir begrüßen es, dass die Beigeordnete Dr. Iris Jana Magdowski offen für eine Diskussion ist.