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Schöne Ferien! 
17.07.2009 | Sommerzeit in Brandenburg

Eine Lanze für den Energie-Mix gebrochen

Kreisbereisung durch die Uckermark

Ihre Unterstützung für den Ausbau der Biomasseproduktion und die Nutzung erneuerbarer Energien als Alternative zur konventionellen Strom-, Gas- und Wärmeerzeugung sicherte Katherina Reiche (CDU), Mitglied des Bundestages, gestern Landwirten aus Metzelthin und Klosterwalde zu. Gemeinsam mit CDU-Landtagskandidaten Henryk Wichmann informierte sie sich vor Ort über Probleme der Landwirtschaft in der Uckermark.

Sven Freundt, selbstständiger Landwirt und Betriebsleiter des landwirtschaftlichen Dienstleisters LOTRA, hatte zuvor erläutert, wie wichtig es für landwirtschaftliche Betriebe wäre, wenn sie auf Förderung für Biogasanlagen setzen könnten, die in ihrer Größe zum Landwirtschaftshof passten und mit denen Preisflauten wie jetzt beim Brotgetreide abgepuffert werden könnten. „In solchen Situationen macht es Sinn zu überlegen, ob man das Getreide drischt oder besser häckselt und in die Biogasanlage schafft“, so Sven Freundt, der Vorstandsmitglied im Bauernverband Uckermark ist. Bislang hätten ihn die hohen Investitionskosten abgeschreckt, aber inzwischen seien Biogasanlagen um 30 Prozent billiger geworden. Da lohne es neu zu rechnen, ob die drei im Verbund wirtschaftenden Landwirte vielleicht doch 300 bis 400 ihrer insgesamt 1200 Hektar Ackerfläche für die Biomasseproduktion nutzen sollten. Momentan produzierten sie bereits Substrat für die geplante Biogasanlage in Reinfeld.

Katherina Reiche erinnerte daran, dass mit einer Biogaseinspeiseverordnung endlich auch die Weichen gestellt seien, das Biogas direkt einzuspeisen. Die Bundestagsabgeordnete appellierte in diesem Zusammenhang, sich angesichts der Begrenztheit konventioneller Energieträger und der Abhängigkeit vom Weltmarkt nicht der Nutzung erneuerbarer Energien zu versperren. „Wir können nicht auf einer Seite sagen, erneuerbare Energien sind schick und dann fordern: Aber nicht vor meiner Haustür.“ Jeder müsse seinen Beitrag leisten. In manchen Gebieten werde Braunkohle abgebaut, anderswo entwickele sich eben die Windenergieproduktion, so Katherina Reiche. Gemeinden sollten sich deshalb nicht verfeinden, schließlich brauchten sie alle Strom. Da könnten sie nicht verlangen, nicht belästigt zu werden. „Wir brauchen einen ausgewogenen Energiemix“, so die Politikerin. Landtagskandidat Henryk Wichmann pflichtete ihr bei: Es könne nicht sein, dass das Land den Anteil der erneuerbaren Energien auf 20

Prozent heben wolle und die Umsetzung dann den Kommunen vor Ort überlassen. „Wir können nicht jede regionale Befindlichkeit berücksichtigen“, sagte er zum weiteren Ausbau der Windenergieproduktion in der Uckermark. „Davon brauchen wir mehr, als wir bisher haben.“ Sven Freundt verwies auf die Steuereinnahmen aus der Windenergie und die Straßen, die Kommunen davon bauen konnten.

Kritik übten die Bauern an der Preispolitik der BVVG bei der Privatisierung der ehemaligen Treuhandflächen. Mindestpreisgebote von 8000 bis 10 000 Euro je Hektar seien mit der Landwirtschaft nicht zu erwirtschaften und nicht zu refinanzieren, bestätigte Gerd-Wilhelm Putzke. Hier böten Nichtlandwirte und Rentiers mit, so Sven Freundt. Katherina Reiche kritisierte Versäumnisse der brandenburgischen Landesregierung, nicht wie Sachsen rechtzeitig mit der BVVG verhandelt und im Interesse der vor Ort wirtschaftenden Landwirte Grenzen gezogen zu haben.

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