„Mit Qualität an die Spitze“ lautete das Thema einer offenen Podiumsdiskussion mit Bundesministerin Annette Schavan, Ministerin Johanna Wanka und der CDU/CSU-Fraktionsvize Katherina Reiche am Mittwochabend in der Universität Potsdam. Gastgeberin war die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Kunst, die mit den Gästen und Podiumsteilnehmerinnen über Forschungscluster, Neue Wege der Lehrexzellenz, Frauenförderung in der Wissenschaft und eine familiengerechte Hochschule diskutierte. Unter den mehr als 100 Teilnehmern befanden sich zahlreiche Vertreter aus den Forschungsinstituten in Potsdam sowie Professoren der Hochschulen und Studenten der Universität.
Sabine Kunst stellte eingangs das Pearls-Netzwerk vor, das sich künftig zu einer modernen Plattform für den Wissenstransfer entwickeln soll. „Dadurch wollen wir den Wissenschaftsstandort noch weiter stärken“, betonte Kunst. Dass die Universität dafür Forschungsgelder und Nachwuchswissenschaftler brauche, deutete Kunst nur vorsichtig an. Mehrmals lobte auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) das vorbildhafte „Forschungscluster“. In diesem Zusammenhang betonte sie einmal mehr die vielen Möglichkeiten des Standortes Golm.
Die Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl und Forschungsexpertin Katherina Reiche MdB charakterisierte den Forschungsstandort Golm mit den Schlagworten „Konzepte, Köpfe, Kapital und Klima“.
Ganz unthematisert blieben im Expertengespräch auch die Studienbedingungen nicht. Der Alltag im Studium wurde stellvertretend von zwei Studenten der Uni Potsdam geschildert. Bundesministerin Schavan räumte ein, dass Korrekturen dringen nötig seien, insbesondere die Dauer des Bachelor-Studiums müsse überdacht werden.