FORSCHUNG: Förderung möglich
POTSDAM / BORNIM - Mit Fördermitteln des Bundes können Einzelprojekte des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) in Zukunft rechnen, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Das teilte die parlamentarische Staatsekretärin Ursula Heinen-Esser (CDU) gestern bei einer Besichtigung des Instituts auf Anfrage der MAZ mit. „Als Leibniz-Institut erhält das ATB ja ohnehin Unterstützung vom Bund“, sagte Heinen-Esser. Aussichtsreiche und praxisnahe Forschungsprojekte verdienten darüber hinaus angemessene Förderung, so Heinen-Esser.
Anlässlich ihres Besuchs auf Einladung von CDU-Bundestagsabgeordneter Katherina Reiche gaben Joachim Venus und Martin Geyer vom ATB einen Einblick in die Arbeit des Instituts. Im Fokus standen die Pilotanlage, die der Gewinnung von Milchsäure zur Herstellung von Biokunststoffen dient, und Forschungsprojekte zur Sicherung der Qualität von Lebens- und Futtermitteln.
Ein solches aktuelles Projekt sei die optische Erfassung von Mikroorganismen in Lebensmitteln mit Hilfe eines Lasers, wie Oliver Schlüter erklärte, der als Wissenschaftler für die Abteilung Technik im Gartenbau beschäftigt ist. Im zweiten Schritt gehe es darum diese Keime zu spezifizieren, um sie bekämpfen zu können. „Ziel ist es, die Vorgänge, die in unseren Geräten ablaufen, auf kleinere Geräte zu übertragen, die sich für die Praxis eignen“, sagte Schlüter. Heinen-Esser bezeichnete diese Möglichkeit der Qualitätsprüfung als „zukunftsweisend“.