08.07.2011 | Die Ferien haben begonnen!
Sommer in Brandenburg
Einmaleins des Speiseeises
Die Sommerferien haben begonnen und auch wenn die vergangenen Tage noch etwas unbeständiges Wetter gezeigt haben, was gibt es schöneres im Sommer und bei Hitze als einen Badesee vor der Nase und dazu ein Eis in der Hand. Der ideale Genuss, um sich von hitzigen, politischen Debatten der letzten Wochen und Monate abzukühlen.
Hier ein kleines Einmaleins des Speiseeises
Wussten Sie eigentlich, dass es das erste Speiseeis vermutlich im antiken China gab?
Auch die Politik lässt sich in der Geschichte des Speiseeis finden: In den USA spielten die ersten Präsidenten eine wichtige Rolle bei der Popularisierung der Eiscreme. George Washington soll in den 1780er Jahren eine Eismaschine für seinen Privathaushalt gekauft haben. Er führte auch das Servieren von Eiscreme bei nachmittäglichen Empfängen ein. Thomas Jefferson lernte Speiseeis als Staatssekretär in Frankreich kennen und ließ nach 1800 Eis bei offiziellen Staatsbanketten im Weißen Haus servieren. Die Ehefrau des vierten Präsidenten James Madison übernahm diese Mode und führte die Eisbombe ein.
Natürlich ist Italien eng mit der Speiseeisherstellung verbunden. Italiner waren vermutlich auch die Erfinder des Speiseeises zum Mitnehmen.
Nach Grundzutaten und Zubereitungsart werden mehrere Eissorten unterschieden:
- Sorbet oder Frucht-Sorbet besteht ursprünglich aus gefrorenem Wasser (zum Beispiel als Schnee), heute auch Eischnee oder Schlagsahne, das mit Fruchtmark, -sirup, Zucker und Anderem aromatisiert wurde. Ähnlichkeit hat die italienische Granita.
- Fruchteis enthält mindestens 20 % Früchte. Wird Fruchteis aus Zitrusfrüchten und anderen sauren Früchten mit einem Zitronensäuregehalt von mindestens 2,5 % hergestellt, beträgt der Fruchtanteil mindestens 10 %, zum Beispiel: Zitronen, Orangen und Maracujas.
- Cremeeis oder Eiercremeeis wird aus mindestens 50 % Milch hergestellt, Wasser wird bei der Herstellung nicht verwendet. Auf 1 l Milch enthält der Eismix mindestens 270 g Vollei oder 90 g Eigelb.
- Milcheis besteht im Wesentlichen aus Milch (mindestens zu 70 %), die mit Zuckersirup gesüßt und mit Fruchtmark oder anderen Zutaten aromatisiert wurde. Das heute übliche Speiseeis ist meist Milcheis.
- Rahmeis oder Sahneeis enthält statt Milch geschlagene Sahne oder flüssige Sahne im Eismix, die in der Eismaschine beim Gefrieren aufgeschlagen wird, teilweise auch Eigelb (heißt dann Parfait): durch seinen hohen Fettgehalt ist es besonders cremig und aromatisch. Es kann als Grundlage für die gleichen Geschmacksrichtungen wie bei Milcheis verwendet werden. Zudem werden Sahneeis und Parfait für Eistorten und Eisbomben verwendet, zum Beispiel bei der Fürst-Pückler-Torte.
- Eiskrem besteht aus mindestens 10 % Milchfett und wird vorrangig industriell hergestellt.
- Fruchteiskrem besteht aus mindestens 8 % Milchfett und hat einen deutlich wahrnehmbaren Fruchtgeschmack. Auch dieses Speiseeis wird vorrangig industriell hergestellt.
- Wassereis besteht hauptsächlich aus gefrorenem Wasser und Zucker und hat maximal 3 % Fett. Die Herstellung erfolgt vorrangig in der Industrie.
- Für Sojaeis wird statt Kuhmilch Sojamilch verwendet.
- Softeis ist keine eigenständige Speiseeissorte nach der Speiseeisverordnung, sondern eine Zubereitungsmethode, bei der Eismasse aufgeschäumt und gleichzeitig gefroren wird.
Die beliebtesten Eiscremesorten der Deutschen sind übrigens Vanille und Schokolade. Angesichts der über hundert Eissorten die es gibt, ist dieser Sommer doch die beste Gelegenheit möglichst viele davon auszuprobieren und eine neue Toplist zu generieren.
Ich wünsche guten Appetit beim leckeren Eisgenuss. Newsletter ansehen