Besuch der internationalen Stipendiaten für Klima- und Ressourcenschutz im Bundesumweltministerium
Am Montag, den 4. Juli 2011 trafen die Stipendiatinnen und Stipendiaten des ersten Jahrgangs des internationalen Stipendiums für Klima- und Ressourcenschutz mit der Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Katherina Reiche zusammen. Im Jahr 2010 hatte die Alexander von Humboldt-Stiftung erstmals internationale Stipendien für Klima- und Ressourcenschutz vergeben. Die Stipendien werden aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert. Jährlich werden bis zu zwanzig Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert werden, die für ein Jahr nach Deutschland kommen, um hier an deutschen Universitäten oder bei anderen geeigneten Institutionen ein Projekt im Bereich Klima- und Ressourcenschutz durchzuführen, das dem Austausch von Wissen, Methoden und Techniken dienen soll. So soll ein Netzwerk entstehen, in dem deutsche und ausländische Experten langfristig international zusammenarbeiten, um gegen globale Umweltprobleme wie den Klimawandel und seine Folgen anzugehen.
Staatssekretärin Reiche begrüßte, dass die Alexander von Humboldt-Stiftung internationale Klima- und Ressourcenschutzstipendien an Nachwuchsführungskräfte aus Entwicklungsländern vergibt. Sie betonte in Berlin: "Dieses Stipendienprogramm ermöglicht es künftigen Entscheidungsträgern aus Entwicklungsländern, hier in Deutschland zu Klima- und Ressourcenschutz zu forschen. Besonders wichtig ist, dass die Stipendiaten im Rahmen ihres Aufenthaltes auch Unternehmen der Umwelttechnologiebranche der deutschen Wirtschaft kennenlernen. Denn Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze. Eine "Green Economy" ist das Erfolgsmodell der Zukunft. Diese Erkenntnis verstärkt in die Entwicklungsländer zu tragen, ist eine der Zielsetzungen dieses Programms."
Der erste Jahrgang der Internationalen Klima- und Ressourcenschutz Stipendiaten umfasste fünfzehn Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Ägypten, Äthiopien, Kenia, Indien, Mexiko, der Mongolei, Nigeria, Peru, den Philippinien und der Volksrepublik China. Sie haben in Deutschland ein umfangreiches Integrationsprogramm mit Sprachkursen, Fortbildungen und gemeinsamen Treffen absolviert. Hierzu trugen auch die Kooperationspartner der Stiftung in diesem Programm bei: Der Bundesverband der Deutschen Industrie, das Centre for International Postgraduate Studies of Environmental Management an der TU Dresden, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit sowie die Renewables Academy, Berlin.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten des nächsten Jahrgangs werden ihren Deutschland-Aufenthalt im kommenden September antreten.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.900 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 41 Nobelpreisträger.