Die Hauptverkehrszeit, so ein Sprichwort, sei die Zeit, in welcher der Verkehr stillsteht. Seit langem schon ist das Verkehrsaufkommen in Potsdam nicht nur zu diesen Zeiten einem Infarkt nahe: Die Versäumnisse der Stadtverwaltung haben dazu geführt, dass Autofahren zur Last wird, übrigens auch für die Anwohner.
Potsdam ist auf dem Weg seine Zukunft zu gefährden. Junge Familien ziehen hierher, sie sind mobil. Zahlreiche Unternehmen haben sich angesiedelt, Potsdam ist Weltkulturerbe und damit touristischer Anziehungspunkt und, nicht zuletzt, die berufsbedingten Pendlerströme wachsen beständig. Die Defizite reichen von streckenweise schlechten Straßenzustand über das Fehlen eines Verkehrs- und Parkleitsystems bis zu den Mängeln im ÖPNV.
Wir brauchen ein intelligentes Verkehrskonzept, das zu einem modernen, auf die Zukunft ausgerichteten Potsdam passt. Statt die Staus durch neue Ampeln nur zu strecken, die Innenstadt mit aufgestautem Individualverkehr förmlich zu ersticken, brauchen wir ein Verkehrssystem, das Staus vermeiden hilft, wir brauchen schnellere Instandsetzungszyklen und wir brauchen – geleitet - ausreichend, auch innerstädtischen Parkraum.
Die Verkehrspolitik war darum auch Hauptthema bei unserem „Forum Stadtentwicklung“ am 01. März 2012. Wir konnten mit vielen Experten aus Politik und Verbänden, unter anderem mit dem Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer, über die Anforderungen an ein schlüssiges, zukunftsweisendes Verkehrs- und Wohnraumkonzept diskutieren. Im Ergebnis geht es um das Erarbeiten eines insgesamt stimmigen Dreiklangs aus Infrastruktur, ÖPNV und Individualverkehr.
Forum Stadtentwicklung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer, Katherina Reiche MdB, Franz-Rainer Habbel, Bürgermeister Michael Oecknigk und Rainer Genilke MdL.