GESUNDHEIT: Ein Herz für die Kinderstation
POTSDAM / INNENSTADT - Insgesamt 14777 Kinder wurden 2008 in Brandenburg geboren, davon über 1500 Säuglinge im Klinikum „Ernst von Bergmann“. Der Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik, Michael Radke, erklärte, dass etwa dreimal in der Woche Kinder mit erheblichen gesundheitlichen Problemen im Klinikum zur Welt kommen – bis hin zu einer Reanimation, die durchschnittlich bei zwei Neugeborenen pro Woche erfolgen muss.
Die neue Kindernotaufnahme ist daher wortwörtlich notwendig gewesen. Obwohl sie schon ein halbes Jahr in Betrieb ist, mangelte es bisher noch an kinderfreundlicher Einrichtung, sagte Radke. „Die Notaufnahme soll dahingehend noch erweitert werden, aber dazu benötigen wir Spenden“, ergänzte er. Diese Spenden sollen von der Aktion „Ein Herz für Kinder“ kommen, die das Klinikum unterstützen möchte. Das Geld wird zudem für die Clowns benötigt, die einmal wöchentlich kranke Kinder wieder lachen lassen. „Allein die kosten 25 000 Euro jährlich“, betont Radke.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche ließ sich gestern durch die neue Kinderklinik mit Notfallstation führen. Entbindungsstation, „Brutkasten“-Zimmer und Kreißsaal wurden begutachtet; und es wurde ausgewertet, wo das Geld am nötigsten gebraucht wird. Sie wolle sich nun mit „Ein Herz für Kinder“ in Verbindung setzen, sagte Reiche. An Chefarzt Radke liegt es nun, die Summe, der benötigten Spenden zu konkretisieren. (Von Aileen Weise)