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18.09.2009 | Noch neun Tage bis zur Wahl

"Neue Atomkraftwerke nicht beabsichtigt"

Katherina Reiche im Interview mit der Frankfurter Rundschau

Eine weltweite Renaissance der Kernkraft sieht Katherina Reiche (CDU). Ihre Partei will zwar die Laufzeiten verlängern - den Bau neuer Atomkraftwerke habe die CDU jedoch nicht im Sinn.

FR: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von der Atomkraft als einer "Brückentechnologie". Forschungsministerin Annette Schavan gibt Gutachten in Auftrag, die den Bau neuer AKW empfehlen. Wie passt das zusammen?


Katherina Reiche: Die Union hat ein klares Ziel: den Ausbau erneuerbarer Energien. Wir haben da schon viel erreicht. Ich bin sehr optimistisch, dass wir es schaffen werden, im Jahr 2020 einen Anteil von mindestens 30 Prozent erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch zu haben. Es bleibt aber dabei, dass es eine Versorgungslücke von um die 70 Prozent gibt, die überbrückt werden muss.

Bedarf es für diese Brücke des Baus neuer AKW?


Nein. Ich kenne keinen, der dies auch nur entfernt beabsichtigt.

Genau dies befürworten aber mehrere anerkannte Wissenschaftler ...

Es gibt weltweit eine Renaissance der Kernkraft, aber in Deutschland verfolgt keine Partei dieses Ziel. Auch nicht Union und FDP. Wir wollen eine Verlängerung von Laufzeiten – so lange, bis die erneuerbaren Energien wettbewerbs- und marktfähig sind.

Wie lange soll die Brücke denn gespannt werden?

Das ist schwer zu beantworten. Das hängt von der Ausbaugeschwindigkeit der erneuerbaren Energien und von deren künftiger Speicherfähigkeit ab.

Die Atombranche verbindet die Forderung nach dem Ausstieg vom Ausstieg auch mit dem Argument, dass man Know How behalten und exportieren können müsse.

Deutsche Kraftwerke und uns unsere Atomaufsicht gelten als sicher und vorbildlich. Es wäre also gut, wenn von Deutschland weiterhin mitdefiniert würde, was ein sicheres Kraftwerk ist.

... und hier auch neue gebaut werden ...


... dafür muss man keine neuen AKW bauen, wohl aber Ingenieure ausbilden, die sich in dieser Technik auskennen und wissen, was Sicherheitsstandards sind.

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