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18.10.2010 | Herbstferien in Brandenburg

Existenzfragen der Weltgemeinschaft: Biodiversitaet und Klima

Fraktionskongress biologische Vielfalt und Klima

Der Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas sind wahrhaftige Existenzfragen. In Nagoya und Cancun stehen in diesem Herbst Entscheidungen über das zukünftige Schicksal der Menschheit und unseres Planeten an. Um mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz des Klimas zu lenken, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Mittwoch einen Kongress in Berlin veranstaltet.

Der Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas sind wahrhaftige Existenzfragen. In Nagoya und Cancun stehen in diesem Herbst Entscheidungen über das zukünftige Schicksal der Menschheit und unseres Planeten an. Wird sich die Weltgemeinschaft auf den beiden VN-Konferenzen in Japan und Mexiko endlich zu wirkungsvollen Maßnahmen durchringen, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen und den Weg in eine nachhaltige Entwicklung beschreiten? So sehr dies zu wünschen ist, so sehr ist der Ausgang der Konferenzen ungewiss.

Um mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz des Klimas zu lenken, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Mittwoch einen Kongress in Berlin veranstaltet. Der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder hob den hohen Stellenwert der beiden Themen für die Union hervor. Er appellierte an die internationalen Partner, insbesondere auch die Schwellenländer, zügig ihren Beitrag zu einer Lösung zu leisten: „Der Ast, auf dem wir sitzen, hält nicht mehr viel aus.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte in ihrer Rede das Klimaziel , die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Die Industriestaaten müssten verbindliche und quantifizierte CO2-Minderungsziele vereinbaren, aber auch die Schwellenländer müssten ihren Beitrag leisten, indem sie den jährlichen Emissionszuwachs begrenzten, forderte Merkel. Sie erläuterte den Beschluss der Bundesregierung, die ab 2013 anfallenden zusätzlichen Einnahmen aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten nunmehr vollständig für den Klima- und Umweltschutz zu verwenden.

Auch bei der Wahrung der biologischen Vielfalt setzte die Bundeskanzlerin auf eine internationale Lösung. Das Ziel, bis zum Jahr 2010 das Artensterben signifikant zu reduzieren, sei verfehlt worden. Die Weltgemeinschaft müsste sich daher in Nagoya auf einen ehrgeizigen strategischen Plan für die nächsten Jahre und auf klare Ziele für 2050 verständigen. Schließlich äußerte sie ihren Wunsch, dass 2012 die Gründung einer Weltumweltorganisation mit Sitz in Afrika beschlossen werde. Wie dringend eine Lösung benötigt wird, wurde vom Astronauten Thomas Reiter mit Bildern aus dem Weltraum, etwa von Brandrodungen in Lateinamerika, untermauert.

In einer Paneldiskussion mit den Bundesministern Norbert Röttgen und Dirk Niebel, dem brasilianischen Botschafter in Berlin, Everton Vieira Vargas, dem japanischen Vizeumweltminister Hideki Minamikawa und Hartmut Vogtmann vom Deutscher Naturschutzring wurde begrenzter Optimismus im Hinblick auf die beiden Konferenzen deutlich. Für den großen Durchbruch fehle es möglicherweise noch am Mut zum Handeln und auch am Problembewusstsein der Menschen für den Schutz der Artenvielfalt, befürchteten sie.

Pavan Sukhdev vom VN-Umweltprogramm stellte die Studie “The Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB)” vor. Zweck der von Deutschland mit initiierten Studie ist es, den ökonomischen Wert sowie die Leistungen der Ökosysteme und der biologischen Vielfalt zu beziffern. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das weltweite Artensterben einen jährlichen wirtschaftlichen Verlust von mindestens zwei Billionen (2.000 Milliarden) US-Dollar ausmacht. Dabei seien Arme besonders betroffen, da deren Einkommen mindestens zu 50 Prozent von der biologischen Vielfalt abhänge.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ruck resümierte, der Kongress habe den breiten Konsens deutlich gemacht, dass die diskutierten Themen ganz oben auf der Tagesordnung zu stehen hätten. Nun müssten aber die Verhandlungsführer der Regierungen für einen Erfolg der Konferenzen sorgen.

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