Die anhaltende Krise stellt uns vor nicht dagewesenen Herausforderungen. Am Anfang stand die Finanzkrise, die nun einhergeht mit einer drastischen Rezession sowie einer Strukturkrise im Automobilbau. Das geschieht zeitgleich und weltweit. Die Negativentwicklungen bedingen sich gegenseitig und treiben sich immer weiter. Für die Wirtschafts- und Finanzpolitik bleibt das „Fahren auf Sicht“. Das spiegelt sich in der Abfolge der Maßnahmenpakete wider.
Die erforderliche internationale Koordination ist zeitaufwendig und wird dadurch überlagert, dass derzeit zuerst auf das nationale Interesse geachtet wird. In einer solchen Situation halte ich es für falsch, die bewährten Erkenntnisse der Wirtschafts- und Finanzpolitik vorschnell über Bord zu werfen.
Wir sollten umso stärker einige wenige, in sich schlüssige Prinzipien verfolgen. Dabei sollten wir uns von der Einsicht leiten lassen, dass die einzelwirtschaftliche Lösungskompetenz in der Wirtschaft am größten ist. Staatseingriffe sind sorgfältig abzuwägen, sollten ergänzend vorgenommen und auf das Minimum beschränkt werden. Das sind wir Steuerzahlern und Marktteilnehmern schuldig.
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