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23.12.2008 | und ein gesundes neues Jahr

Wie war das in der DDR? - Der große Wissenstest

Geschichte spielerisch lernen

Mit einem Kartenspiel will die Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche in Zusammenarbeit mit der Allendorf Media GmbH in spielerischer Form die Wissenslücken zur DDR-Geschichte schließen. Unter fachlicher Beratung von Historikern wurden hierzu Themen erarbeitet, die nicht nur geschichtliches Wissen vermitteln sondern auch einen Eindruck vom Leben in der DDR geben sollen.

Die Karten enthalten Fragen zur Geschichte und Leben in der DDR auf der einen, die Lösungen auf der anderen Seite.

Es sind bekannte Fragen dabei, wie z.B. „Von welcher Einheitspartei wurde die DDR regiert?“ oder „Wie nannte man die Spitzel der Geheimpolizei der DDR?“ bis hin zu den ergreifenden Fragen wie „Wie viele Menschen wurden in der DDR zum Tode verurteilt?“

Das Kartenspiel wurde auf dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart von der Allendorf Media GmbH vorgestellt. Seither gingen zahlreiche Anfragen in den Büros von Frau Reiche ein, insbesondere von Lehrern aus ganz Deutschland, die das Kartenspiel als willkommene Abwechslung in ihrem Unterricht vorstellen wollen.

Verteilt wird das Kartenspiel gewiss zum Bundestagswahlkampf im nächsten Jahr. Wer vorab ein Kartenspiel erwerben möchte, kann sich an Frau Tegeler ([email protected]) wenden.

Einige Fragen habe ich Ihnen hier zusammengestellt.
Testen Sie Ihr Wissen über die DDR. Die Lösungen finden Sie weiter unten.

Fragen und Antwortenbeispiele

1. Frage: Wie lange musste man warten, um einen „Trabi“ zu bekommen?

A 1 Jahr

B 10 Jahre
C 6 Monate
D 13 Jahre

2. Frage: Wie nannte sich der staatlich organisierte Initiationsritus, bei dem die Jugendlichen dem Sozialismus und der DDR die Treue gelobten?

A Konfirmation
B Jugendweihe
C Einsegnung
D Kommunion

3. Frage: Zu Weihnachten freuten sich viele DDR-Bürger über Pakete mit Nylonstrümpfen, Kaffe und Schokolade …

A Arbeiterwohlfahrt
B Westverwandtschaft
C Caritas
D Heilsarmee

4. Frage: Was verstand man unter „Subotnik“?

A Sozialistische Roboter
B freiwilliger, unbezahlter Arbeitseinsatz
C Computerfachmann
D Deutsch-Russische Geburtstagsfeier

5. Frage: Wie wurde ein Trabant im Volksmund spöttisch genannt?

A Rennpappe
B fahrende Hutablage
C Stullenbüchse
D 4-Zylinder-Ferrari

6. Frage: Was war das „Tal der Ahnungslosen“?

A Buchtitel
B ein Filmklassiker
C der Raum um Dresden
D Gebiet des Thüringer Waldes

7. Frage: Wie wurde das Ministerium für Staatssicherheit umgangssprachlich genannt?

A Wahrschau (Wahrnehmen und Schauen)
B Der Große Bruder
C Dein unbekannter Freund
D „VEB Horch, Guck und Greif“

8. Frage: Von welcher Einheitspartei wurde die DDR regiert?

A Die Linke
B KPD
SED
LDPD


Lösungen

Lösung zur 1. Frage: D: Die durchschnittliche Wartezeit für einen Trabant – im Volksmund „Trabi“ genannt – betrug 13 Jahre, für einen aus der Sowjetunion importierten Lada 17 Jahre, für einen Wartburg sogar 18 Jahre. Viele Eltern, Omas und Opas meldeten deshalb schon für Neugeborene einen Wartburg an. Gültige Anmeldungen wurden auf dem Schwarzmarkt teuer gehandelt und Gebrauchtwagen zu extrem überhöhten Preisen verkauft.

Lösung zur 2. Frage: B: Die staatliche Jugendweihe war ein Instrument, um die kirchliche Konfirmation bzw. Kommunion zurückzudrängen. Ohne Jugendweihe konnte man in der DDR kein Abitur machen und höchstens Theologie studieren.

Lösung zur 3. Frage: B: Die beliebten Pakete schickte die Westverwandtschaft. Das diese Pakete von staatlicher Seite durchsucht und bestimmte Inhalte entnommen wurden, war keine Ausnahme. Allein aus Briefen entwendete das DDR-Ministerium für Staatssicherheit von 1984 bis 1989 32 Millionen D-Mark.

Lösung zur 4. Frage: B: Nicht immer ganz freiwilliger unbezahlter Arbeitseinsatz außerhalb der normalen Arbeitszeit, insbesondere an Wochenenden. Der Begriff leitet sich vom russischen „subbota“ für Samstag ab und stammt aus der leninistisch-stalinistischen Sowjetunion.

Lösung zur 5. Frage: A: Not macht bekanntlich erfinderisch: Weil in der DDR Rohstoffmangel und damit auch Mangel an Stahlblech herrschte, kreierten Ingenieure aus Baumwollresten und Kunststoff ein neues Material für die Karosserie des Trabis. Ihm verdankte der Trabi seinen Spitznamen „Rennpappe“.

Lösung zur 6. Frage: C: Das „Tal der Ahnungslosen“ war eine satirische Bezeichnung für die Region um Dresden, denn dort konnte aus technischen Gründen kein Westfernsehen empfangen werden. Die Bewohner dieser Gegend galten deshalb als schlecht informiert und „ahnungslos“. Da das westdeutsche Fernsehen Probleme wie Arbeitslosigkeit sehr kritisch darstellte. Bemühte sich die SED in den 80ern, den Dresdnern „Westfernsehen“ zu ermöglichen, um die Zahl der Ausreiseanträge zurückzudrängen.

Lösung zur 7. Frage: D: Das Ministerium für Staatssicherheit wurde auch „VEB Horch, Guck und Greif“ genannt.

Lösung zur 8. Frage: C: Von der SED, der „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“. Sie entstand 1946 aus der Zwangsvereinigung von SPD KPD unter kommunistischer Vorherrschaft. Die SED nannte sich im Dezember 1989 in Sozialistische Einheitspartei Deutschlands – Partei des Demokratischen Sozialismus (SED-PDS), 1990 in PDS und 2005 in Die Linkspartei um. Seit ihrem Zusammenschluss mit der westdeutschen Wahlalternative (WASG) nennt sie sich Die Linke.

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