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Wie man als Spitzenpolitikerin mit drei Kindern lebt 
13.03.2009 | Interview mit der MAZ

Kulturstaatsminister gibt 92 000 Euro Förderung für Rohkunstbau

Arvid Boellert gibt sich salomonisch. Er will nicht dementieren, dass Rohkunstbau, das brandenburgische Festival für zeitgenössische Kunst, wieder in Potsdam stattfinden wird. Er will es aber auch nicht bestätigen. „Wir hoffen, dass Rohkunstbau in Potsdam bleiben kann.“

Schon vor zwei Woche wurde bei Boellert nachgefragt, wie es denn um die Zukunft von Rohkunstbau bestellt sei. In den vergangenen zwei Jahren hatte Rohkunstbau an zwei unterschiedlichen Standorten in der Stadt ausgestellt, die nicht mehr zur Verfügung standen. Die Zukunft von Rohkunstbau in Potsdam schien somit äußerst ungewiss. Boellert hielt sich mit Aussagen zurück. Doch nun hat ihn die Summe von 92 000 Euro gezwungen, noch einmal Stellung zu nehmen.

Auf Initiative von Katherina Reiche hin, hatte der Staatsminister im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, erklärt, dass er die Ausstellungen Atlantis I und II des Vereins Rohkunstbau in Potsdam in den Jahren 2009 und 2010 in der Höhe von insgesamt 92 000 Euro“ unterstützen werde. Eine Summe, von der andere Vereine, die sich mit zeitgenössischer Kunst in Potsdam beschäftigen, nur Träumen können.

„Ich will, dass Rohkunstbau in Potsdam bleibt“, sagte Katherina Reiche. Bei einem Besuch der Ausstellung „Drei Farben - Rot“ im vergangenen Sommer in der Villa Kellermann hatte sich Staatsminister Neumann begeistert von Rohkunstbau gezeigt. „Ich habe dann darauf gedrängt, dass aus Begeisterung auch Unterstützung wird“, sagte Katherina Reiche. Diese Unterstützung sei vor allem deshalb wichtig, weil die Stadtverwaltung das Anliegen der Betreiber von Rohkunstbau in Potsdam zu bleiben, brüsk zurück gewiesen habe.

Das 1994 in Cottbus gestartete Festival hatte über Jahre hinweg das Schloss von Groß Leuthen im Spreewald genutzt. Im Dezember 2006 wurde dieses Schloss überraschend verkauft und Rohkunstbau fand im Schloss Sacrow bei Potsdam für das Jahr 2007 Ausstellungsräume. Im vergangenen Jahr wurden dann in der mittlerweile geschlossenen Villa Kellermann am Heiligen See Räume zur Verfügung gestellt. Danach begann die Suche nach einem neuen Ausstellungsort von vorn.

Den hat Arvid Boellert noch nicht gefunden. Aber die Förderung durch den Kulturstaatsminister sei ein großer Schritt, um Rohkunstbau für die kommenden zwei Jahre abzusichern. „Wir vertrauen weiterhin auf die Unterstützung durch die Landesregierung und erwarten auch, dass die Stadt Potsdam uns fördert“, sagte Boellert. Mehr wolle er aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Auch nicht zu den geplanten Ausstellungen Atlantis I und II für 2009 und 2010. Da kann Katherina Reiche weiterhelfen: „Das Projekt erinnert an die ersten Abbauarbeiten der Grenzanlagen in Ungarn 1989“.

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